Bonitätsauskunft

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Die
Bonitätsauskunft
gibt Auskunft über die Bonität des Kunden, das heißt seine Zahlungsfähigkeit und Zahlungswilligkeit. Diese Bonität wird in der Regel in Noten, einer Zahl oder in einem Buchstabensystem ausgedrückt. Es gibt professionelle Auskunfteien, die über die Bonität eines Kunden informieren. Diese sind entweder auf Unternehmenskunden (in Deutschland z.B. Hoppenstedt) oder auf Privatpersonen (in Deutschland z.B. die SCHUFA – Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung e. V.) spezialisiert. Eine schlechte Bonitätsauskunft wird in der Regel auch für Privatpersonen viele Geschäfte (z.B. die Anmietung einer Wohnung, den Abschluss eines Mobilfunkvertrages oder das Aufnehmen eines Kredits) erschweren oder unmöglich machen.


Bonitätsanalyse im Rahmen einer Portfolio-Analyse

Der Gläubiger hat ein Interesse daran, zu überprüfen, wie gut die Summe seiner Kunden ist. Hierzu bedient er sich der Portfolio-Analyse. Sie wird im Rahmen einer dynamischen, zukunftsorientierten Bonitätsprüfung eingesetzt. Verluste an Erfolgspotentialen außerhalb des finanzwirtschaftlichen Bereichs werden frühzeitig erkannt. Die Portfolio-Analyse ist ein Instrument strategischer Planung zur Darstellung und Analyse gegenwärtiger und zukünftiger Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens bezüglich seiner Produkte bzw. Produktgruppen. Die Unternehmensberatungsgesellschaft McKinsey hat diese Analyseform von einer quantitativen in eine qualitative Portfolio-Analyse weiterentwickelt.

Folgen der Ergebnisse aus der Bonitätsauskunft

Die Ergebnisse, die ein Gläubiger aus der Bonitätsauskunft in Form der Bekanntgabe der Bonität des Schuldners erhält, sind weitreichend. Sie entscheiden darüber, ob der Gläubiger das Geschäft mit dem (zukünftigen) Schuldner überhaupt eingeht und sie entscheiden über die Zahlungs- und Lieferbedingungen. Auch im Hinblick auf die Kreditvergabe sind die Ergebnisse entscheidend. Dabei schließt eine gute Bonität eines Kreditnehmers nicht aus, dass im Einzelfall noch zusätzliche Sicherheiten zur Absicherung des Kredites erforderlich sind. Im B2B- oder B2C-Bereich ist dies in der Regel der Lieferantenkredit. Hinsichtlich des Lieferantenkredits kann in diesem Zusammenhang gesagt werden, dass im Regelfall in der Praxis immer der Bankkredit rentabler ist. Einen weiteren Vorteil bietet er dadurch, dass der Kunde gegenüber dem Lieferanten als Barzahler auftritt. Dies wirkt sich auf die Beurteilung seiner Bonität positiv aus. Der Lieferantenkredit besticht dabei durch seine unbürokratische Einräumung (keine Sicherheiten, kein Vertrag).

Regelmäßige Einholung von Bonitätsauskünften entscheidend

Die regelmäßige Einholung von Bonitätsauskünften ist von großer Bedeutung, weil sich die Bonität eines Schuldners schnell verändern kann. Zum positiven, aber auch zum negativen. Um darum immer fundierte Entscheidungen zu treffen, ist der Gläubiger aufgefordert, regelmäßig aktualisierte Bonitätsauskünfte einzuholen. Dabei wird er immer öfter neue Auskünfte einholen, je schlechter der Schuldner in seiner Bonität ist beziehungsweise wird. Hier bieten die Auskunfteien entsprechende Modelle an, die in Form von Abonnements aktualisierte Daten zur Verfügung stellen. Teilweise ist es auch möglich, dass der Gläubiger eigene Rechenmodelle vom Dienstleister erhält, mit deren Hilfe er selbständig tagesaktuell die Bonität des Schuldners berechnen kann.


Quellen & externe Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schufa