Wie bearbeitet eCollect die Forderungen nach der Übergabe?

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Nevena Stavreva
eCollect support team

Alle Forderungen, die als Inkassoauftrag an eCollect übergeben werden, durchlaufen eine festgelegte Eskalationsabfolge. Dabei garantiert die Kombination aus automatisierten Vorgängen und individuellem Support für Sie und Ihre Kunden hohe Erfolgsquoten im
außergerichtlichen Inkasso-Verfahren
. Die Bearbeitungsprozesse der Inkassoaufträge sind für Kreditoren transparent und online jederzeit einsehbar.


Der eCollect-Inkassoprozess: Automation kombiniert mit persönlicher Kundenbetreuung

Nach der Übergabe Ihrer Forderungen via WEB-Interface oder API validieren wir zunächst den Datensatz, d.h. die Informationen zu Ihrem Kunden und der damit verbundenen Forderung werden überprüft und ggf. vervollständigt. Diese Daten dienen als individuelle Grundlage für die Kommunikation mit dem Debitor. Sobald die Verifizierung der Daten abgeschlossen ist, leitet das eCollect-System eigenständig den Beitreibungsprozess ein: Das außergerichtliche Mahnverfahren wird auf Basis statistischer Information ständig individuell anpasst und optimiert. Das System generiert und versendet Mitteilungen (per Post, E-Mail, SMS) und andere relevante Informationen zu sinnvollen Zeitpunkten, bewertet diese eigenständig und löst weitere Bearbeitungsschritte aus.

Zusätzlich suchen wir das persönliche Gespräch mit den Debitoren: Im Rahmen des Call-Out-Zyklus (Outbound-Telefonie) werden Lösungen für die außergerichtliche Klärung des Falles gefunden und Strategien für die schnellstmögliche Abzahlung des offenen Betrags angeboten.

Wer bearbeitet die Forderungen?

Sollte Ihr Kunde der Forderung teilweise oder ganz widersprechen, wird der Fall von unserem Kommunikation-Team übernommen. Die eCollect-Kommunikationsexperten bearbeiten alle eingehenden Widersprüche mit hoher Professionalität und Argumentationskraft. Alle Mitglieder des Kommunikation-Teams sind hierfür speziell geschult worden: Sie sind bestens über Ihre spezifischen Vertragsstrukturen und relevante Abrechnungsprozesse informiert und verfügen über fundiertes Wissen zu den rechtlichen Bestimmungen in den unterschiedlichen Operationsländern. Auf diese Weise können viele Widersprüche gegen die Rechtmäßigkeit von Forderungen ohne Ihre zusätzliche Zuhilfeleistung abgewiesen werden. Um aber eine reibungslose Bearbeitung zu ermöglichen, ist es wichtig, dass Sie uns auf Anfrage die Grundlagen der Forderung (Bestellbestätigungen, Rechnungen, Mahnungen, etc.) schnellstmöglich per eMail an
support@ecollect.net
zukommen lassen.

Flexible Zahlungsoptionen für Sie und Ihre Kunden

Wir setzen auf nachhaltige Lösungen und bieten Ihren Kunden auch Ratenzahlungen an. Damit schaffen wir ein positives Verhältnis zu jenen, die gerade finanziellen Schwierigkeiten entgegensehen und auf Unterstützung angewiesen sind. Ganz gleich ob Ihr Kunde den vollen Betrag überweist oder monatliche Raten vereinbart: Alle Einzahlungen werden vorrangig Ihrem eCollect-Guthabenkonto zugewiesen und automatisch monatlich oder “On-Demand” auf Ihr bei der Registrierung angegebenes und verifiziertes Bankkonto ausgezahlt.

Gerichtliches vs. außergerichtliches Mahnverfahren

Die eCollect AG setzt als Inkasso-Dienstleister priorisiert auf außergerichtliche Maßnahmen, um eine effiziente und zeitnahe Eintreibung Ihrer Außenstände zu ermöglichen. Das gerichtliche Mahnverfahren wird erst nach Ablauf der vorgerichtlichen Eskalation und einer Evaluierung unserer Partner-RA-Kanzlei eingeleitet. Wir bringen nur Fälle mit hohen Erfolgschancen vor Gericht, da wir auch das Risiko auf uns nehmen: Wenn die Evaluierung unserer Rechtsanwälte positiv ausfällt, wird in Deutschland, der Schweiz und in Österreich das gerichtliche Mahnverfahren kostenfrei für die Kreditoren vorbereitet und eingeleitet: In diesen Ländern sieht der Gesetzgeber vor, dass die zusätzlich entstandenen Kosten im Rahmen des Verzugsschadens dem Debitor auferlegt werden.

Höhere Erfolgschancen im außergerichtlichen Collection-Prozess

Die Statistik zeigt, dass die Erfolgsquoten des außergerichtlichen Mahnverfahrens erheblich höher (im Mittel 2- bis 4fach höher) sind, als die eines gerichtlichen Mahnprozesses. Eine Einleitung des gerichtlichen Mahnverfahrens vor Ablauf der außergerichtlichen Eskalation ist daher nicht ratsam.

Das gerichtliche Mahnverfahren ist oft ineffektiv, da es neben den hohen Zusatzkosten auch mit langen Bearbeitungsfristen verbunden ist. Das gerichtliche Mahnverfahren kann auch aufgrund unzureichender Adressdaten scheitern: Ohne die nachweisliche Zustellung des gerichtlichen Mahnbescheids ist eine Weiterführung des gerichtlichen Mahnverfahrens gar nicht möglich.

Der gerichtliche Prozess kann auch zum Stillstand kommen, nachdem der Debitor einen Widerspruch einlegt oder schlicht und ergreifend Insolvenz anmeldet. Solche Verfahren ziehen sich meist über Jahre hinweg und lohnen sich vom Aufwand her kaum für den Gläubiger, der im Endeffekt auf den Kosten sitzen bleibt.

MONITORING: Automatisierte Überwachung für Ihre Problemfälle

Die eCollect AG bietet speziell für solche Fälle einen Überwachungsservice (MONITORING) an. Sollte der Fall aufgrund unzureichender Daten oder eine plötzliche Insolvenzanmeldung zum Stillstand kommen, kann er in den MONITORING-Status versetzt werden. Das System überprüft die Datenbank kontinuierlich nach neuen Daten zu Ihrem Kunden und setzt den Collection-Prozess fort, sobald die notwendigen Informationen vorliegen.

Schließung von Forderungen

Sollten alle vorgerichtliche Maßnahmen erfolglos bleiben und bestehen aus Sicht der eCollect AG KURZFRISTIG keine wesentlichen Erfolgsaussichten für eine zeitnahe Beitreibung mehr, kann die Forderung auf Wunsch des Gläubigers geschlossen werden: Nach einer Wartefrist von 10 Tagen (nach Durchlauf des AUTOCOLLECT-Prozesses) schliessen wir die Forderungsakte und versetzen sie in dem Status “CANCELLED:unsuccessful”. Sie erhalten die Information über die Schliessung der Akte per Statuswechsel in der “file_history”.

Transparenz für Kreditoren

Über unser eCollect-Webinterface können Sie den Stand der Forderung jederzeit nachverfolgen. Erfahren Sie mehr über die einzelnen Schritte und die Statusgruppen
hier
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